Antioxidantien können den diabetischen Hirnnebel lindern, so die Studie

In einer kürzlich auf der Konferenz der Society for Endocrinology vorgestellten Studie untersuchten Forscher aus Glasgow, Schottland, anhand eines Mausmodells, ob Antioxidantien den mit Diabetes verbundenen Hirnnebel lindern können.

Normalerweise steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen an. Als Reaktion darauf schüttet die Bauchspeicheldrüse ein Hormon namens Insulin in den Blutkreislauf aus, um den Zellen zu signalisieren, den Zucker als Energie zu nutzen oder ihn in Form von Fett zu speichern. Die Bauchspeicheldrüse stellt die Insulinproduktion ein, wenn der Blutzuckerspiegel ausreichend gesenkt ist.

Diabetes ist eine chronische Krankheit, bei der der Körper nicht mehr in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Mit der Zeit schädigt der hohe Blutzuckerspiegel im Blut die Blutgefäße, Organe und Nerven. Um Diabetes in den Griff zu bekommen, müssen die Lebensgewohnheiten geändert, der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht und täglich Medikamente zur Senkung des Blutzuckerspiegels eingenommen werden.

Die Insulintherapie führt jedoch häufig zu Anfällen von Unterzuckerung, die als Hypoglykämie bezeichnet werden. Wiederkehrende oder anhaltende Unterzuckerungen werden mit einer Verschlechterung der kognitiven Funktionen in Verbindung gebracht. Infolgedessen können Menschen mit Typ-1-Diabetes, die Insulin einnehmen müssen, langfristig Schwierigkeiten beim Lernen und bei der Ausführung von Aufgaben haben, die das Gedächtnis betreffen.

Aufbauend auf früheren Forschungsarbeiten über wiederkehrende Episoden von Unterzuckerung, die erhöhte Werte freier Radikale im Gehirn gezeigt haben, wurde in einer neuen Studie unter der Leitung von Dr. Alison McNeilly untersuchte in einer neuen Studie, ob Antioxidantien zur Beseitigung freier Radikale die kognitiven Fähigkeiten bei Gedächtnisaufgaben verbessern könnten.

Zusammen mit ihren Kollegen von der Universität Dundee in Schottland setzte Dr. McNeilly Insulinimplantate ein, um bei acht männlichen Mäusen Typ-1-Diabetes auszulösen. Die Mäuse wurden dann in drei Gruppen aufgeteilt:

  • 3 Mäuse mit Typ-1-Diabetes und wiederkehrender Unterzuckerung
  • 3 Mäuse mit Typ-1-Diabetes und wiederkehrender Unterzuckerung, denen das Antioxidans Sulforaphan verabreicht wurde
  • 3 Mäuse mit Typ-1-Diabetes, die als Kontrollgruppe dienten

Die Forscher stellten fest, dass die drei Mäuse, denen Sulforaphan verabreicht wurde, bei Aufgaben zur Erkennung neuer Objekte besser abschnitten. Außerdem war der Gehalt an freien Radikalen im Gehirn geringer. Weitere Forschungen zur Aktivierung antioxidativer Stoffwechselwege sind erforderlich, doch deuten diese Forschungen darauf hin, dass die Stärkung des körpereigenen antioxidativen Systems die Gesundheit des Gehirns von Diabetikern verbessern kann, die immer wiederkehrende Episoden von Unterzuckerung erleiden.

Geschrieben von Debra A. Kellen, PhD

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